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Hebamme Jennifer Knauf

Ratgeber

Ab wann solltest Du eine Hebamme suchen?

Von Jennifer Knauf, Hebamme · Veröffentlicht am · Aktualisiert am

Am besten suchst Du Deine Hebamme direkt nach Feststellung der Schwangerschaft – also etwa in der 5. bis 12. Schwangerschaftswoche. Die Kapazitäten von Hebammen sind vielerorts begrenzt, und Wochenbett-Plätze sind oft Monate im Voraus vergeben. Eine frühe Anfrage sichert Dir rechtzeitig einen Platz, auch wenn die Betreuung erst später beginnt.

Werdendes Elternpaar auf einer sonnigen Wiese, die Hände gemeinsam auf dem Babybauch

Warum so früh? Die Plätze sind begrenzt

Viele werdende Eltern sind überrascht, wie früh die Hebammensuche losgeht. Schließlich fühlt sich die 6. Schwangerschaftswoche noch sehr nach Anfang an. Der Grund ist einfach: Eine Hebamme kann pro Monat nur eine bestimmte Anzahl an Familien im Wochenbett betreuen. Ist der Monat rund um Deinen errechneten Termin voll, ist er voll – ganz unabhängig davon, wie sympathisch Ihr Euch findet.

Dazu kommt: In vielen Regionen gibt es weniger freiberufliche Hebammen als Anfragen. Wer sich erst im letzten Schwangerschaftsdrittel meldet, hört deshalb häufiger Absagen. Mit einer frühen Anfrage nimmst Du Dir diesen Druck und gewinnst nebenbei eine Ansprechpartnerin, die Dir schon in der Frühschwangerschaft Fragen beantworten kann, etwa zu Übelkeit, Vorsorgeuntersuchungen oder Beschäftigungsverbot.

Wichtig zu wissen: Eine frühe Anfrage verpflichtet Dich zu nichts. Ihr lernt Euch kennen, und erst wenn es für beide Seiten passt, beginnt die Betreuung, oft mit einem Kennenlerngespräch und später mit regelmäßigen Terminen.

So findest Du Deine Hebamme: Schritt für Schritt

Die Suche ist kein Hexenwerk, wenn Du sie systematisch angehst. So gehst Du am besten vor:

  1. Frage mehrere Hebammen parallel an. Warte nicht auf die Antwort einer einzelnen Hebamme, bevor Du die nächste kontaktierst. Sobald Du versorgt bist, sagst Du den anderen kurz ab. Das ist üblich und niemand nimmt es Dir übel.
  2. Nutze Verzeichnisse und Vermittlungsstellen. Die Hebammenlisten der Krankenkassen, Online-Hebammenverzeichnisse und regionale Hebammenzentralen – im Landkreis Stade die Hebammenzentrale Stade (öffnet in neuem Tab) – zeigen Dir, wer in Deiner Nähe arbeitet. Dieselben Anlaufstellen nennt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit in seiner Übersicht „Die Hebamme“ auf familienplanung.de. Auch Deine Frauenarztpraxis und frisch gebackene Eltern aus Deinem Umfeld sind gute Quellen für Empfehlungen.
  3. Schreibe statt anzurufen, mit allen wichtigen Infos. Hebammen sind tagsüber bei Familien unterwegs und können selten ans Telefon gehen. Ein Kontaktformular oder eine Nachricht mit errechnetem Termin, Wohnort und gewünschten Leistungen (z. B. Vorsorge und Wochenbett) lässt sich viel schneller beantworten.

Wann startet was? Die Leistungen im Überblick

Die Hebammenhilfe selbst ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen: Nach § 24d SGB V hat jede gesetzlich Versicherte während der Schwangerschaft, bei und nach der Entbindung Anspruch auf Hebammenhilfe, im Wochenbett bis zum Ablauf von zwölf Wochen nach der Geburt.

Früh anfragen heißt aber nicht, dass alles sofort losgeht. Die einzelnen Leistungen haben ihre eigenen Zeitfenster:

Was, wenn Du spät dran bist?

Du bist schon in der 25. Woche oder später und hast noch keine Hebamme? Dann bitte nicht den Kopf in den Sand stecken. Es lohnt sich fast immer, weiter anzufragen: Durch Umzüge oder verschobene Planungen werden auch kurzfristig Plätze frei, und manche Hebammen führen Wartelisten für genau solche Fälle.

Hebammensuche im Landkreis Stade und rund um Buxtehude

Auch bei uns zwischen Buxtehude, Beckdorf, Apensen und Neu Wulmstorf gilt: Je früher Du Dich meldest, desto besser lässt sich die Betreuung planen. Ich betreue Familien in Beckdorf, Buxtehude und den umliegenden Orten; einen Überblick über mein Einzugsgebiet findest Du auf der Seite Hebamme im Landkreis Stade.

Wenn Du gerade erfahren hast, dass Du schwanger bist: Herzlichen Glückwunsch! Der beste nächste Schritt ist eine kurze Anfrage über mein Kontaktformular – das dauert nur wenige Minuten, und ich melde mich zeitnah bei Dir zurück.

Häufige Fragen zur Hebammensuche

Ab wann sollte ich eine Hebamme suchen?
Idealerweise direkt nach Feststellung der Schwangerschaft, also etwa in der 5. bis 12. Schwangerschaftswoche. Die Betreuungsplätze bei Hebammen sind begrenzt und oft Monate im Voraus vergeben. Je früher Du anfragst, desto besser stehen Deine Chancen.
Ist es unhöflich, mehrere Hebammen gleichzeitig anzufragen?
Nein, das ist völlig üblich und sogar sinnvoll. Frage ruhig mehrere Hebammen parallel an und gib den anderen kurz Bescheid, sobald Du eine Zusage hast. So weiß jede Hebamme, wie sie planen kann.
Was kostet die Hebammenbetreuung?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Hebammenbetreuung in der Schwangerschaft und im Wochenbett. Bei privaten Krankenkassen hängt der Umfang der Kostenübernahme von Deinem Tarif ab.
Bedeutet eine frühe Anfrage, dass die Betreuung sofort beginnt?
Nein. Mit der frühen Anfrage sicherst Du Dir nur rechtzeitig einen Platz. Wann die Betreuung tatsächlich startet, besprecht Ihr gemeinsam. Viele Familien melden sich früh und sehen ihre Hebamme dann erst später in der Schwangerschaft regelmäßig.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche oder hebammliche Beratung im Einzelfall.

Lass uns gemeinsam starten

Je früher Du Dich meldest, desto besser kann ich Deine Betreuung einplanen. Beantworte ein paar kurze Fragen im Kontaktformular. Ich melde mich so schnell es geht bei Dir – in der Regel innerhalb weniger Tage, per Telefon oder E-Mail.